Regulatorische Vorhaben

Regulatorische Anforderungen im ständigen Wandel

Richtlinien, Gesetze und Verordnungen spielen eine entscheidende Rolle im Zahlungsverkehr. Sie vereinheitlichen die rechtlichen Rahmenbedingungen, fördern einen fairen Wettbewerb, schaffen Transparenz für alle Beteiligten und unterstützen die Umsetzung politischer und wirtschaftlicher Ziele, wie die Förderung von Innovationen oder die Vereinheitlichung von Märkten.

Die Vielzahl an Vorschriften nimmt stetig zu. Aufgrund der technischen und geschäftlichen Entwicklungen werden die Vorschriften kontinuierlich angepasst, erweitert oder überarbeitet.

Aktuell sind folgende Regelwerke im Zahlungsverkehr relevant:

  • Die EU-Richtlinie über Zahlungsdienste im Binnenmarkt (PSD), in Deutschland umgesetzt durch das Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG) und im BGB, regelt den rechtlichen Rahmen eines einheitlichen europäischen Zahlungsverkehrsraums. Diese Richtlinie wird 2018 durch die überarbeitete Zahlungsdiensterichtlinie (PSD II) abgelöst.
  • Die erste und zweite EU-Richtlinie über die Endgültigkeit von Zahlungen regeln die Verbindlichkeit von Zahlungen in allen EU-Mitgliedsstaaten. In Deutschland sind die Richtlinien mit dem Gesetz zur Umsetzung der geänderten Bankenrichtlinie und der geänderten Kapitaladäquanz-Richtlinie umgesetzt.
  • Die EU-Richtlinie über die Aufnahme, Ausübung und Beaufsichtigung der Tätigkeit von E-Geld-Instituten ist in Deutschland umgesetzt im Gesetz zur Umsetzung der E-Geld-Richtlinie.
  • Die SEPA-Verordnung definiert Anforderungen an Überweisungen und Lastschriften sowie den zeitlichen Rahmen der Umsetzung.
  • Die Verordnung zu grenzüberschreitenden Zahlungen regelt, dass die Kosten für grenzüberschreitende Zahlungen in Euro nicht die Kosten einer inländischen Zahlung übersteigen dürfen. Die Verordnung gilt für Überweisungen und Lastschriften.
  • Verordnung über Interbanken-Entgelte (MIF-Verordnung) für kartenbasierte Zahlungsvorgänge: Interbanken-Entgelte sind für Debitkarten-Zahlungen auf 0,2 % und für Kreditkarten-Zahlungen auf 0,3 % begrenzt. Ausnahmen gelten für Abhebungen an Geldautomaten, Commercial Cards und 3-Parteien-Systeme.

EU-Verordnungen gelten in den Mitgliedstaaten, ohne dass sie in nationales Recht umgesetzt sein müssen. EU-Richtlinien müssen in nationale Gesetze aufgenommen werden. Zurzeit sind die folgenden Vorhaben von Bedeutung:

  • Die Bankkontenpaket-Richtlinie regelt den Zugang zu Bankkonten und räumt jedem Verbraucher das Recht ein, grundlegende Funktionen eines Basiskontos zu nutzen. Zudem wird die Kundenmobilität bei Bankkonten gesetzlich reguliert, und Gebühren werden vergleichbar gemacht. Diese Richtlinie muss bis zum 18.09.2016 in nationales Recht umgesetzt sein.
  • Die überarbeitete Zahlungsdiensterichtlinie (PSD II) wird die Richtlinie über Zahlungsdienste im Binnenmarkt ablösen. Die überarbeitete Richtlinie reguliert erstmals die sogenannten Dritten Zahlungsdienstleister, erweitert den bisherigen Anwendungsbereich, führt umfangreiche neue Sicherheitsanforderungen ein und reguliert die Aufsicht durch die European Banking Authority (EBA). Diese Richtlinie muss bis zum 12.01.2018 umgesetzt sein.
Unsere Leistungen

PPI verfügt über umfangreiche Referenzen und Projekterfahrungen in regulatorischen und geschäftspolitischen Fragen des Zahlungsverkehrs. Wir identifizieren mit Ihnen die Auswirkungen des jeweiligen Regelwerks und setzen die entsprechenden Anforderungen mit Ihnen um.

Regulierung ist mehr als Pflicht. Wir unterstützen Sie auch in der Kür. Sehen Sie Regulierung als Chance und nutzen Sie diese für Ihren Fortschritt.

  • Unsere regulatorischen Quick Checks liefern schnell und präzise wertvolle Erkenntnisse für den Umfang der anstehenden Änderungen.
  • Unser PSD-Navigator© macht umfassend und schnell betroffene Akteure und Adressaten erkennbar und identifiziert die erforderlichen Änderungen.
  • Workshops zu individuellen Themen vertiefen einzelne Aspekte der Regulierung, z. B. geschäftspolitische Chancen.
  • Unsere Vorstudien liefern konkrete und verwertbare Ergebnisse für die Umsetzung.

Kartengestützter Zahlungverkehr

Im kartengestützten Zahlungsverkehr kennen wir uns in der Händler-Bank-Schnittstelle genauso aus wie im Issuing oder auf der Netzbetreiber- und Prozessoren-Seite.

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Sicherheit im Zahlungsverkehr

Für Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister sind effektive und kontinuierliche Sicherheitsmaßnahmen essentiell.

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