Marktmanipulation und Insiderhandel

MAR und MAD – neue Anforderungen für den Finanzmarkt

Am 12. Juni 2014 wurde die Marktmissbrauchsverordnung (MAR) im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Die MAR ersetzt einzelstaatliche Gesetze wie das Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) und einzelne Verordnungen (u. a. MaKonV, WpAIV, FinAnV). Die Verordnung gilt ab dem 3. Juli 2016 unmittelbar und muss nicht in deutsches Recht umgesetzt werden.

Die Richtlinie über strafrechtliche Sanktionen für Insiderhandel und Markmanipulation (MAD) ergänzt die MAR. Die Mitgliedstaaten müssen die MAD ebenfalls bis zum 3. Juli 2016 in nationales Recht umsetzen.

Folgende Finanzmarktakteure sind von der MAR und MAD betroffen:

  • Emittenten, deren Finanzinstrumente zum Handel an einer inländischen Wertpapierbörse zugelassen oder in den Freiverkehr einbezogen sind
  • Personen, die mit Finanzinstrumenten oder Warenderivaten handeln
  • Personen, die an der Versteigerung von Emissionszertifikaten teilnehmen
  • Personen, die Aufträge über den Kauf und Verkauf von Finanzinstrumenten ausführen

Wesentliche Neuerungen der MAR und MAD sind:

  • Erweiterung des Anwendungsbereichs der MAR um z. B. MTFs und OTFs
  • erweiterte Begriffe zu Insiderinformationen, Insidern und Insidergeschäften
  • neue Anforderungen an das Führen und die Inhalte von Insiderlisten, z. B. zusätzliche Felder (u. a. private Telefonnummer, E-Mail)
  • Pflicht zur systemischen Überwachung von Marktmanipulation
  • Erweiterung des Verbots der Marktmanipulation um den Verbot des Versuchs
  • Änderungen bei Eigengeschäften von Führungspersonen (Directors‘ Dealings), z. B. Einbezug von Emittenten des Freiverkehrs, MTFs, OTFs, Mitteilungspflicht für Geschäfte in Schuldtiteln (Anleihen)
  • geänderte Regelungen zur Offenlegung von Insiderinformationen (Ad-hoc-Nachrichten), z. B. Verfügbarkeit der Daten auf der eigenen Website über fünf Jahre
  • neue Regelungen zu Marktsondierungen
  • verschärfte Sanktionen und höhere Geldbußen bis zur dreifachen Höhe der durch Verstöße erzielten Gewinne oder vermiedenen Verluste (noch durch nationales Recht festzulegen)
Unsere Dienstleistungen für MAR und MAD

Die PPI AG unterstützt Sie in drei Phasen, ein geeignetes Vorgehen zur Umsetzung der neuen Anforderungen der MAR und MAD zu erarbeiten. Es gilt, die Anforderungen aufzunehmen, Gaps zu identifizieren sowie die notwendigen Änderungen der betroffenen Prozesse und IT-Systeme festzulegen und umzusetzen. Unsere Experten verfügen über mehrjährige Expertise in den Themen Marktmanipulation und Insiderhandel und über ein sehr gutes Netzwerk zu den führenden Softwareherstellern.

Vorgehensweise zur Umsetzung der MAR- und MAD-Anforderungen

Vorgehensweise der PPI zur Umsetzung der MAD-Anforderungen

AML – Anti Money Laundering

Geldwäsche ist direkt mit organisierter Kriminalität und Wirtschaftskriminalität verbunden.

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Rahmenwerk Compliance

Das zentrale Anliegen der PPI AG ist es, mit Ihnen gemeinsam ein nachhaltiges Rahmenwerk zu entwickeln, dass Sie dabei unterstützt, alle für Sie relevanten Vorschriften effizient umzusetzen, und gleichzeitig die Akzeptanz innerhalb des Unternehmens erhöht.

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