Zahlungsverkehr

"Wir sind nun technisch in der Lage, serviceorientierter zu arbeiten." (PPI FORUM)

Interview mit Rolf Bogatzki, Produktmanager Zahlungsverkehr der GAD eG

Herr Bogatzki, was gab den Anstoß, das bisherige Modul für Kontoinformationen zu erneuern?

Das wurde vor allem nötig durch die Umstellung auf SEPA. Damit kamen neue Formate für das Cash Management (camt-Formate). Die Integration in das bisherige Modul war aus technischen Gründen nicht mehr möglich. Deshalb entschied sich die GAD 2009, ein neues EUI-System zu entwickeln.

Wovon profitieren die GAD und ihre Kunden am meisten?

Wir sind nun technisch in der Lage, serviceorientierter zu arbeiten. Die Sofort-Auszug-Funktion dürfte europaweit einzigartig sein. Normalerweise ist EBICS ein batchorientierter Prozess, also ein Ablauf zu einem festgelegten Zeitpunkt. Nun stellen wir Kontoinformationen auch untertägig in Echtzeit bereit. Darüber hinaus profitieren wir intern: Die Zahl der Anrufe im Support im Bereich EUI ist wegen der verbesserten Nacherstellung stark rückläufig. Zudem erleichtert das System unsere Testaktivitäten. Testergebnisse lassen sich mithilfe der beiden Funktionen sofort anzeigen.

Gab es eine besondere Herausforderung in Ihrem Haus, die Sie zu bewältigen hatten?

Wir wollten unbedingt eine kundenfreundliche Visualisierung der neuen Leistungsmerkmale an der Oberfläche unserer Kernbankanwendung bank21. Die Umsetzung war ein wenig aufwendig. Nun haben wir eine komfortable Ampelstatus-Anzeige, mit der auf einen Blick die Konfigurationen aller nötigen Auftragsarten sichtbar sind. Ferner gibt es auch eine Visualisierung der Kontoberechtigungen.

Wie ist das Feedback Ihrer Kunden, der Genossenschaftsbanken?

Das Interesse ist riesig. Nahezu alle 410 von der GAD betreuten Banken haben mit der Einführung des neuen Verfahrens begonnen. Vor allem große Institute spüren die Vorteile und stellen auf das neue EUI-Produkt um, gerade auch wegen der verbesserten Bankrechnerschnittstelle.

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