Zahlungsverkehr

Studie beleuchtet Sicherheit im Zahlungsverkehr: Banken setzen Vertrauen der Kunden aufs Spiel

Die Banken und Sparkassen laufen Gefahr, im Wettbewerb mit externen Zahlungsverkehrsdienstleistern wie PayPal ihren entscheidenden Vorteil zu verlieren: die Sicherheit der Daten. Zwar bauen sie die Sicherheit in allen kritischen Bereichen weiter aus. Allerdings versäumen die Institute es, diese Sicherheit gegenüber dem Kunden zu vermitteln. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Exzellenz im Zahlungsverkehr“ von PPI und ibi research. Befragt wurden die wichtigsten Kreditinstitute, die zusammen rund 50 Prozent der Transaktionen des deutschen Zahlungsverkehrs abwickeln.

Ganz oben auf der Agenda steht die Umsetzung der PSD-II-Richtlinie. Daneben sind die Sicherheit beim Bezahlen im Internet und über mobile Endgeräte sowie der Datenschutz die wichtigsten Themen bei der IT-Sicherheit. „Es ist richtig, dass sich die Banken frühzeitig mit operativen Themen wie der Umsetzung regulatorischer Vorgaben auseinandersetzen. Jedoch sollten Banken und Sparkassen die strategische Bedeutung des Zahlungsverkehrs als entscheidender Dreh- und Angelpunkt für die Kundenbeziehung nicht aus den Augen verlieren“, sagt Dr. Hubertus von Poser, Zahlungsverkehrsexperte der PPI AG.

Dazu gehört zum Beispiel, dass die Geldhäuser das Thema Sicherheit beim Zahlungsverkehr dem Kunden vermitteln. „Die Sicherheit ist der entscheidende Vorteil der Banken und Sparkassen gegenüber Online-Bezahldiensten wie PayPal. Allerdings setzen die Institute diesen Vorteil leichtfertig aufs Spiel, wenn der Kunden davon nichts mitbekommt“, sagt von Poser. An dieser Stelle herrscht noch akuter Nachholbedarf. „Eine aktive Kundenansprache, die Themen wie Sicherheit von Zahlungen aber auch die technische Ausfallsicherheit von Zahlungsverkehrssystemen beinhaltet, ist eine wichtige Aufgabe zur Kundenbindung.“

In diesem Zusammenhang kommt es häufig auf Details an, die viele Institute derzeit noch vernachlässigen. So sehen die befragten Banken und Sparkassen beispielsweise keinen Handlungsdruck bei der Plausibilisierung des Zeichensatzes im Rahmen von SEPA-Zahlungen. „Das ist fahrlässig. Denn ein falsch dargestellter Verwendungszweck kann das Vertrauen der Kunden gegenüber ihrer Bank massiv beeinträchtigen“, sagt von Poser. Auch die Überprüfung des Zahlungsverhaltens des Kunden zur Missbrauchs- und Fehlervermeidung ist für die meisten Institute kein Thema. Dabei bietet gerade dieser Service die Möglichkeit, mit dem Kunden in Kontakt zu treten und ihm ein gutes Gefühl im Umgang mit Zahlungsaufträgen zu vermitteln.

Von Poser rät den Banken und Sparkassen, die steigenden Sicherheitsanforderungen als strategische Chance zu begreifen: „Dem Zahlungsverkehr kommt eine zentrale Bedeutung bei der Kundenbindung zu. Die Institute sind daher gut beraten, die regulatorischen Vorgaben im Zahlungsverkehr nicht als lästige Pflicht zu sehen, sondern als gute Möglichkeit, sich von der externen Konkurrenz abzusetzen.“

Über die Studie „Exzellenz im Zahlungsverkehr"

Die Studie „Exzellenz im Zahlungsverkehr“ von PPI und ibi research erfasst den Status quo im Zahlungsverkehr und deckt strategische Handlungsoptionen auf. Dafür wurden 15 große und mittelgroße Kreditinstitute befragt, die zusammengenommen rund 50 Prozent der Transaktionen des deutschen Zahlungsverkehrs abwickeln. Ab sofort kann die Studie bei der PPI AG und bei ibi research angefordert werden.

Über PPI

Die PPI AG ist seit 30 Jahren erfolgreich für die Finanz- und Versicherungsbranche tätig und ist Spezialist in den Geschäftsfeldern Consulting, Software-Factory und eBanking. PPI verfolgt hierbei hohe Ziele: Das Erfüllen höchster Kundenansprüche an Qualität und Professionalität, das Stärken der Wirtschaftlichkeit und der Marktposition der Kunden sowie das Handeln nach dem Gebot der unbedingten Fairness gegenüber Kunden und Mitarbeitern. Hierzu zählt insbesondere die hohe Verlässlichkeit in Preis- und Terminaussagen. Mit diesem Anspruch ist PPI seit 1984 stabil gewachsen. Weitere Informationen unter www.ppi.de.

Über ibi research

Seit 1993 bildet die ibi research an der Universität Regensburg GmbH eine Brücke zwischen Universität und Praxis. Das Institut forscht und berät zu Fragestellungen rund um das Thema „Finanzdienstleistungen in der Informationsgesellschaft“. ibi research arbeitet auf den Themenfeldern Retail Banking, E-Business, E-Commerce, E-Finance, IT-Governance und Geschäftsprozess-Management.. Zugleich bietet ibi research umfassende Beratungsleistungen zur Umsetzung der Forschungs- und Projektergebnisse an und ist Initiator und Herausgeber des E-Commerce-Leitfadens (www.ecommerce-leitfaden.de). Weitere Informationen unter www.ibi.de.

Kontakt

ibi research
Prof. Dr. Hans-Gert Penzel
Tel. 0941 943-1901
E-Mail: Hans-Gert.Penzel(at)ibi.deHans-Gert.Penzel@ibi.de

PPI AG
Dr. Hubertus von Poser
Tel. 040 227433-4228
E-Mail: Hubertus.von.Poser(at)ppi.de

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