MiFID

MiFID II – Neue Anforderungen für Wertpapierfirmen

Die EU-Richtlinie Markets in Financial Instruments Directive (MiFID) hatte das Ziel, einen EU-weiten Regulierungsrahmen für integrierte und transparente Wertpapiermärkte zu schaffen, Wettbewerb zwischen unterschiedlichen Ausführungsplätzen zu fördern und Anlegern ein hohes Schutzniveau zu bieten.

Der deutsche Gesetzgeber hat die Vorgaben insbesondere im Wertpapierhandels- und Börsenrecht umgesetzt. Doch nicht nur die Finanzmarktkrise, auch neue Marktteilnehmer, Produkte, Handelsformen und technologische Entwicklungen (wie Algo Trading oder High Frequency Trading) haben die Finanzmärkte verändert.

Am 20.10.2011 hatte die EU-Kommission Vorschläge zur Änderung der MiFID vorgelegt. Der europäische Gesetzgeber will damit das Anliegen der G20 erfüllen und bislang weniger regulierte Finanzgeschäfte stärker beaufsichtigen sowie das Wertpapierdienstleistungsgeschäft umfassender regulieren und den Anlegerschutz weiter verbessern.

Am 19. Februar 2014 wurde der Kompromisstext des Richtlinienentwurfs zur grundlegenden Überarbeitung der MiFID (MiFID II) sowie des Entwurfs einer flankierenden Verordnung (MiFIR) an das Europäische Parlament weitergeleitet. Dieses hat am 15. April 2014 die Aktualisierung der Vorschriften für Finanzinstrument-Märkte (MiFID II) verabschiedet. Die Level-I-Bestimmungen sollen bis Ende Juni 2014 in Kraft treten. Mit einer Umsetzungsfrist von 30 Monaten werden Banken und Finanzinstitute bis voraussichtlich Ende 2016 MiFID-II-ready sein müssen.

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