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Basel III Newsletter

Bankenregulierung - Inflation zieht an - Härtere Bußgelder

Die Inflation zieht weltweit an. In den Vereinigten Staaten ist die Entwicklung besonders auffällig. Dort lag sie im Januar bei 2,5 Prozent, das ist immerhin der höchste Wert seit März 2012. Ein EU-Land kommt auf einen noch höheren Wert: In Belgien betrug die Preissteigerung zuletzt 2,7 Prozent. Grund hierfür sollen vor allem steigende Preise für Telekommunikation sein – wohl aufgrund mangelnden Wettbewerbs. Das Wirtschaftswachstum der EU kann sich dagegen sehen lassen: Die europäische Kommission rechnet für das laufende Jahr mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 1,6 Prozent, für 2018 um 1,8 Prozent. Allerdings ist noch nicht abzuschätzen, welche Folgen das Handeln des neuen US-Präsidenten Donald Trump haben wird. Während des Wahlkampfes hatte er es angekündigt: Trump will den Dodd Frank Act auf den Prüfstand stellen. Sollte es zu einer Lockerung des US-Bundesgesetzes kommen, könnte das globale Auswirkungen haben.

Bankenregulierung - Inflation zieht an - Härtere Bußgelder

Bankenregulierung

Die Mifid-Uhr tickt (Börsen-Zeitung 08.03.17)

Die Liste der Regulierungsvorhaben ist bekanntlich lang - so lang, dass einige Institute nach Verschiebung der Finanzmarktrichtlinie Mifid II um ein Jahr zunächst andere Projekte

in Angriff nahmen, wie Unternehmensberater Oliver Schlicht im Gesprach mit der Börsen-Zeitung sagt.

Die Mifid-Uhr tickt (Börsen-Zeitung 08.03.17)

Kreditgeschäft

Studie zum gewerblichen Kreditprozess

Deutschlands Banken sind nach wie vor verschärften Rahmenbedingungen ausgesetzt. Die harte Regulierung durch die Politik, höhere Eigenkapitalquoten und die Niedrigzinspolitik der EZB erschweren das Geschäft ungemein.

Ein Fels in der Brandung scheint hier noch das überwiegend positive Firmenkundenkreditgeschäft, insbesondere das Geschäft mit gewerblichen Kunden, zu sein. Im Vergleich zum Privatkundengeschäft generieren die Kreditinstitute hierbei höhere Margen. Perspektivisch ist jedoch davon auszugehen, dass im zunehmenden Wettbewerb um den Mittelstand auch diese weiter schrumpfen werden.

Studie zum gewerblichen Kreditprozess

Zahlungsverkehr

Effizienz im Zahlungsverkehr (Dr. H. von Poser, gi Geldinstitute 1/2017)

Digitalisierung macht viel mehr möglich. Nicht alle Kreditinstitute Deutschlands schöpfen ihr Potential voll aus, um ihre Kosten im Zahlungsverkehr zu senken. Die Bandbreite des Outsourcings, gemessen an den Ausgaben für alle Zahlungsverkehrsprozesse reicht von 7 bis 97 Prozent. Dabei haben weder starke Outsourcer noch große Banken unbedingt die höchste Effizienz.

Effizienz im Zahlungsverkehr (Dr. H. von Poser, gi Geldinstitute 1/2017)

Basel III Newsletter

EZB plant Meldereform - Kapitalanforderungen - Leitzins bei Null

Die Inflation steigt in Europa – in Deutschland macht sie den größten Sprung seit 23 Jahren. Die Folgen beschäftigen nicht nur die Kreditinstitute, sondern vor allem die Europäische Zentralbank (EZB). Während die Rufe nach einem Ende der ultralockeren Geldpolitik lauter werden, bleibt die EZB beim Nullzins. Und auch ihr Anleihekaufprogramm hat sie ausgeweitet - 2,28 Billionen Euro beträgt das Gesamtvolumen bis Ende 2017. Auch an anderer Stelle greift die EZB ein: Sie ordnet und vereinheitlicht das Meldewesen der Banken in ein „European Reporting Framework“. Auf Banken kommt damit Aufwand zu. Dieser steigt vermutlich ohnehin mit den erweiterten Basel-III-Regeln an, einige Geldhäuser bereiten sich bereits auf höhere Kapitalanforderungen vor. Dazu beschäftigen sie die Auswirkungen der Digitalisierung mit potenziellen Konkurrenten wie Google und der neuen Technologie Blockchain.

EZB plant Meldereform - Kapitalanforderungen - Leitzins bei Null

Industrialisierung

Roboter im Backoffice als Rettung für Banken unter Kostendruck (Dirk Dose, Blick Log 01.02.2017)

Auch Banken können Industrie 4.0, Geldinstitute werden zu digitalen Montagehallen für Finanzprodukte. Richtig angelernt, übernehmen Softwareroboter künftig zum Beispiel die Backoffice-Arbeit der Kontoeröffnung. Mit den Robotern können die Institute sich in vielen Fällen auch das Outsourcing sparen, da es keine Kostenvorteile mehr bringt. Bereits ausgelagerte Funktionen können zurückgeholt werden. Denn die Montagehalle im eigenen Backoffice ermöglicht enorme Effizienzgewinne bei überschaubaren Investitionen.

Roboter im Backoffice als Rettung für Banken unter Kostendruck (Dirk Dose, Blick Log 01.02.2017)