SEPA

Direct Line simuliert SEPA-Zahlungsverkehr über PPI-Testbankserver (PPI FORUM)

Formal müssen Unternehmen ihren Zahlungsverkehr seit Februar auf SEPA umgestellt haben. Der Versicherer Direct Line simulierte in der Testphase die komplette Zahlungsstrecke auf einem PPI-Bankrechner und erprobte die neuen SEPA-Zahlungen unter Realbedingungen.

Mit der Umstellung auf SEPA war es erklärtes Ziel der Direct Line, die gute Qualität der Prozesse und den großen Automatisierungsgrad zu erhalten. Die Verantwortlichen legten deshalb großen Wert auf Testmanagement und Testverfahren. Dafür wurden früh wichtige Vorarbeiten erledigt. So wurden zum Beispiel Pflichtfelder für abweichende Kontoinhaber eingerichtet und BIC und IBAN an die Kunden kommuniziert. Nach der Entwicklung einer eigenen SEPA-gerechten Mandatsverwaltung wurde es technisch. Nun ging es um die korrekte Formatierung der SEPA-Daten im neuen XML-Format und die Übertragung der Daten über die EBICS-Schnittstelle zur Bank. Das war die entscheidende Phase, in der die meisten Aufwände entstanden. 70 Prozent der Zeit für die gesamte SEPA-Einführung wurden für die technische Umstellung und das Testen des Zahlungsverkehrs unter SEPA-Bedingungen aufgewendet.

Komplette Zahlungsstrecke simuliert

Eine zentrale Anforderung des Testkonzepts war, Abläufe und IT unter Realbedingungen zu überprüfen. „Die besondere Herausforderung beim Testen war für uns, dass wir die gesamte Zahlungsstrecke ohne Bank testen mussten“, sagt Anja Seidel, Leiterin des SEPA-Gesamtprojekts bei der Direct Line. Die meisten Kreditinstitute bieten keinen Testzugang an, der auch die Auswirkung falscher Einreichungen und die daraus resultierenden Rücklastschriften (R-Transaktionen) simuliert.

Um dennoch die gewünschte Qualität der SEPA-Zahlungen zu erreichen, unterstützte PPI mit einem umfassenden SEPA-Testservice. Über den EBICS-Bankrechner von PPI konnten die Projektmitarbeiter den Weg einer Zahlung vom einen zum anderen Ende simulieren. „Wir waren in der Lage, die Übertragung der SEPA-Zahlung zu überprüfen, das Format der SEPA-Dateien zu kontrollieren, die Verarbeitung der Kontoauszüge anzuschauen und verschiedene Rückläuferszenarien zu testen“, so Seidel.

Testen unter Realbedingungen

Die Direct Line spielte über sechs Wochen 280 einzelne Zahlungsprozeduren durch. Insgesamt wurden 500 Testläufe durchgeführt. Als Umgebung stand der Direct Line ein EBICS-Bankrechner TRAVIC-Corporate zur Verfügung. Hierüber lassen sich Sammeldateien für SEPA-Lastschriften und -Überweisungen einreichen und verschiedene Geschäftsvorfälle simulieren. „Wir bieten die komplette Zahlungsstrecke integriert in einer Testumgebung an. Die Direct Line konnte die Einreichung der Zahlungsdateien und die Abholung der Kontoinformationen über das EBICS-Verfahren mit der vorhandenen Unternehmensinfrastruktur erproben“, erläutert Tobias Kohl, Partner bei PPI.

Die Direct Line profitierte darüber hinaus von den einfachen Testverfahren. „Bei den Rückläufertests konnten wir bequem über die letzten zwei Ziffern der Debitoren-IBAN vorgeben, ob wir zum Beispiel eine Rücküberweisung, Ablehnung, Rückgabe, einen Widerspruch oder doch eine erfolgreiche Zahlung testen wollten. Damit hatten wir die Zügel bei Tests in der Hand und brauchten keine weitere Unterstützung seitens PPI für die Realisierung der Testszenarien“, sagt Seidel.

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