Zahlungsverkehr

SIBOS 2014: Bedarf an neuen Kanälen und Strategien im internationalen Zahlungsverkehr

EBICS wird europäisch. Dieser Ruf dringt bis nach Boston, wo in diesem Jahr die SWIFT-Messe SIBOS stattfand. Die Zahlungsverkehrsexperten der PPI AG waren vom 27. September bis zum 3. Oktober 2014 dabei.

Für international aktive Banken ist EBICS mittlerweile ein wichtiger Zugangskanal; für manche Großbank sogar der wichtigste mit einem Drittel des Zahlungsverkehrsaufkommens. Und das auch in Ländern, in denen EBICS bisher kein offizieller Standard ist. „Die Häuser suchen zunehmend nach neuen Lösungen für ihren elektronischen Zahlungsverkehr“, sagt Dr. Thorsten Völkel, Produktmanager bei PPI. „Zum einen, weil alte Netzinfrastrukturen wie X.25 abgeschaltet werden. Zum anderen fordern größere Unternehmenskunden einen EBICS-Zugang von ihren europäischen Bankpartnern.“

Auch das STEP2-Clearing fördert die Verbreitung von EBICS. Neben SWIFT ist EBICS ein weiterer Kanal für STEP2 – und ein attraktiver, denn bei EBICS fallen keine Transaktionskosten an. „An unserem Stand haben viele Institute nach einer EBICS-Anbindung an die EBA CLEARING gefragt, da PPI auch den EBICS-Server für die EBA CLEARING stellt“, bemerkt PPI-Sales-Manager Dr. Hermann Fürstenau. Als Marktführer für EBICS-Produkte in Deutschland kann PPI dafür mit TRAVIC-Interbank die passende Lösung anbieten.

Neben den Zahlungsverkehrsstandards war Regulierung ein beherrschendes Thema auf der SIBOS. Die überarbeitete Zahlungsdiensterichtlinie (PSD II) regelt den Martkeintritt so genannter Dritter Zahlungsdienstleister. Dies kann für die etablierten Häuser nicht nur eine Bedrohung, sondern auch eine Chance sein. „Die Banken öffnen ihre Kontoschnittstelle für Dritte und verdienen z. B. mit Apps rund um das Konto“, beschreibt Dr. Hubertus von Poser, Partner bei PPI, ein Szenario. „Wir beobachten solche Marktentwicklungen sehr genau, um unseren Kunden einen Vorsprung zu verschaffen.“

Auch die Studie Exzellenz im Zahlungsverkehr von PPI und ibi research lenkt den Blick auf die Strategie. „Die meisten deutschen Kreditinstitute unterschätzen die strategische Bedeutung des Zahlungsverkehrs immer noch“, so Dr. von Poser. „Gegen neue Marktakteure müssen sich die Banken profilieren, ihre Abläufe verbessern und sich stärker mit Themen wie Service, IT-Performance, Standardisierung und Kennzahlen beschäftigen.“ Für entsprechend komplexe Projekte ist PPI ein kompetenter Ansprechpartner.

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