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BASEL III NEWSLETTER

 
 

02.2017

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Die Inflation steigt in Europa – in Deutschland macht sie den größten Sprung seit 23 Jahren. Die Folgen beschäftigen nicht nur die Kreditinstitute, sondern vor allem die Europäische Zentralbank (EZB). Während die Rufe nach einem Ende der ultralockeren Geldpolitik lauter werden, bleibt die EZB beim Nullzins. Und auch ihr Anleihekaufprogramm hat sie ausgeweitet - 2,28 Billionen Euro beträgt das Gesamtvolumen bis Ende 2017. Auch an anderer Stelle greift die EZB ein: Sie ordnet und vereinheitlicht das Meldewesen der Banken in ein „European Reporting Framework“. Auf Banken kommt damit Aufwand zu. Dieser steigt vermutlich ohnehin mit den erweiterten Basel-III-Regeln an, einige Geldhäuser bereiten sich bereits auf höhere Kapitalanforderungen vor. Dazu beschäftigen sie die Auswirkungen der Digitalisierung mit potenziellen Konkurrenten wie Google und der neuen Technologie Blockchain.

Die PPI AG bietet mit dem „Basel-III-Newsletter“ einen kostenlosen Informationsdienst, der monatlich die wichtigsten Neuigkeiten und aktuellen Entwicklungen zu dem Thema zusammenträgt. Der Informationsdienst liefert einen internationalen Überblick der wichtigsten Themen im Kontext von Basel III. Empfehlen Sie unseren Newsletter gerne weiter.


Unterschrift

Peter Hoffner
Mitglied der Geschäftsleitung der PPI AG

 
 
 
 
 

TOP THEMA:

EZB: Meldewesen für Banken wird neu geordnet

 
 

FOKUSTHEMA:

Banken rechnen mit höheren Kapitalanforderungen

 
 

STUDIEN:

Umfrage: Bankkunden vertrauen Google und Co.

 
 

INSIGHT PPI:

Blogbeitrag: Banken locken Effizienzgewinne durch Roboter

 
   
 
   
   
   
 

TOP THEMA

 
 

EZB: Meldewesen für Banken wird neu geordnet

Das neue Kreditregister Analytical Credit Dataset (AnaCredit) ist seit Oktober in der Testphase. Darin müssen Banken voraussichtlich ab Januar 2018 alle Kredite gegenüber juristischen Personen ab 25.000 Euro melden. Insgesamt sind 89 Datenfelder für jeden Kredit auszufüllen. Das Vorhaben ist umstritten und verursacht bei Geldhäusern Sorgen über die große Höhe der Aufwände. Doch Anacredit ist nur Anfang und Vorbild einer Reihe von Veränderungen, die auf Europas Banken zukommt. Die EZB will das gesamte Meldewesen im großen Stil vertiefen, verfeinern und harmonisieren.

Das geplante „European Reporting Framework“ soll das Meldewesen der Geldpolitiker neu ordnen, weil die Niedrigzinspolitik sich nicht wie erhofft auf eine höhere Kreditvergabe der Banken niedergeschlagen hat. Künftig wollen die Statistiker der EZB einzelne anstatt aggregierte Daten erheben. Bei der bisherigen Sammlung von zusammengefassten Daten der Notenbanken habe sich gezeigt, dass sich dahinter sehr unterschiedliche Verteilungen befänden, sagt Aurel Schubert, EZB-Generaldirektor Statistik. Nun sollen Mikro-Daten eingesammelt werden.

Das Reporting Framework soll sukzessive auf alle für die Geldpolitik relevanten Erhebungen ausgeweitet werden. Damit kommt auf die Institute in Europa eine grundlegende Revision des internen Datenmanagements zu. Davon geht zumindest der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken aus.

 
   
   
 

Zahl des Monats

2,28 Billionen Euro beträgt das Gesamtvolumen der Anleihekäufe der EZB bis Ende 2017.

 
   
   
   
 

FOKUSTHEMEN

 
 

Banken rechnen mit höheren Kapitalanforderungen

Die Debatte um die Nachschärfung von Basel III ist noch in vollem Gang, dennoch stellt sich die HSBC Deutschland bereits auf höhere Eigenkapitalanforderungen ein. Zwar hätten die Aufseher in Aussicht gestellt, dass es im Zuge der auch als Basel IV bekannten Regeln zu keinen zusätzlichen Kapitalanforderungen komme, „aber da jede Arbeitsgruppe in Basel derzeit an neuen Regeln arbeitet, wird sich der Kapitalbedarf zwangsläufig erhöhen", sagt Finanzchef Paul Hagen.

 
   
   
 

EZB-Entscheidung: Leitzins bleibt bei Null

Die Inflation ist zurück, und mit ihr die Forderung nach einem raschen Ende der ultralockeren Geldpolitik der EZB – vor allem aus Deutschland. Doch EZB-Chef Mario Draghi glaubt, die Eurozone sei nach wie vor auf erhebliche Unterstützung durch die Währungshüter angewiesen. Darum lässt die EZB den Leitzins unverändert bei null Prozent.

 
   
   
 

Brexit: May will keine halbe Mitgliedschaft

„Wir streben nicht an, an Teilen der Mitgliedschaft festzuhalten, wenn wir gehen", sagte Theresa May in ihrer Grundsatzrede am 17. Januar. Konkret soll es zwölf Verhandlungspunkte geben. Diese sehen ein Ausscheiden Großbritanniens aus dem EU-Binnenmarkt und aus der Zollunion vor. Außerdem ist eine Abkehr vom Europäischen Gerichtshof geplant.

 
   
   
 

Bankregulierung: Bleibt Deutschland hart?

Seit Jahren ringen die internationalen Finanzaufseher um härtere Regeln für die Finanzbranche, doch ausgerechnet die Schlussoffensive des Reformprojekts ist festgefahren. Ein geplantes Treffen zur Absegnung von Basel III der Chefs der weltweit wichtigsten Notenbanken und Aufsichtsbehörden ist verschoben worden. Schuld an der Blockade sind offenbar Deutschland und Frankreich.

 
   
   
 

Rückkehr der Inflation

Auf die EZB als Hüterin der Preisstabilität kommen mit der steigenden Inflation schwierige Entscheidungen zu. Denn die Euro-Zone als Ganzes kann sich momentan keine straffere Geldpolitik leisten, besonders Frankreich und Italien stehen schwach da. Um den Euroraum zusammenzuhalten, bleibt der EZB eigentlich nichts anderes übrig, als die Zinsen künstlich niedrig zu halten.

 
   
   
 

GESPROCHEN

„Der Finanzsektor ist stark reguliert. Deshalb werden auch auf der Blockchain Sicherungsmechanismen wichtig sein.“

Eric Müller, Deutsche-Börse-Manager. Die Deutsche Börse treibt den Einsatz neuer Technologien bei der Abwicklung von Handelsgeschäften voran und hat ein Sicherheitskonzept für Blockchain-Technik vorgestellt.

 
   
   
   
 

STUDIEN

 
 

Umfrage: Bankkunden vertrauen Google und Co.

Einer globalen Umfrage zufolge würde ein Drittel aller Bank- und Versicherungskunden ihre Finanzgeschäfte Google, Amazon oder Facebook anvertrauen. Während Deutsche noch zurückhaltender sind, stehen Brasilianer den neuen Anbietern besonders offen gegenüber. Sollten die Internetriesen Finanzdienstleitungen anbieten, würden 31 Prozent der Befragten ihre Bankgeschäfte dort erledigen. 29 Prozent würden dann mit ihren Versicherungsgeschäften zu ihnen wechseln. Das zeigt eine Befragung im Auftrag der Beratungsfirma Accenture.

 
   
   
 

Statistik: Inflation steigt an

Die Inflation hat zur Jahreswende in Deutschland unerwartet einen Sprung gemacht und kletterte auf den höchsten Wert seit 2013. Der Anstieg erfolgte von 0,8 Prozent im November 2016 auf 1,7 Prozent im Dezember 2016. Damit war auch der Anstieg ein Rekord: Die Teuerung verbuchte den größten Zuwachs seit 23 Jahren.

 
   
   
 

INSIGHT PPI

 
 

Blogbeitrag: Banken locken Effizienzgewinne durch Roboter

Auch Banken können Industrie 4.0, Geldinstitute werden zu digitalen Montagehallen für Finanzprodukte. Richtig angelernt, übernehmen Softwareroboter künftig zum Beispiel die Backoffice-Arbeit der Kontoeröffnung. Mit den Robotern können die Institute sich in vielen Fällen auch das Outsourcing sparen, da es keine Kostenvorteile mehr bringt. Bereits ausgelagerte Funktionen können zurückgeholt werden. Denn die Montagehalle im eigenen Backoffice ermöglicht enorme Effizienzgewinne bei überschaubaren Investitionen. Wie Roboter eine Hilfe für Banken sein können, beschreibt PPI-Berater Dirk Dose in einem Blogbeitrag auf Blick Log.

 
   
   
 

Zahlungsverkehr

Die Digitalisierung ermöglicht noch mehr Effizienz im Zahlungsverkehr, schreibt Dr. Hubertus von Poser in einem Gastkommentar auf springerprofessional.de. Laut der Ergebnisse einer Studie von PPI zusammen mit dem Beratungs- und Forschungsinstitut ibi Research schöpfen nicht alle Kreditiinstitute ihre Einsparpotenziale voll aus. Durch Automatisierung und Digitalisierung können bestimmte Bereiche des Zahlungsverkehrs noch kostengünstiger erledigt werden. Für die erste Vergleichsstudie zum Zahlungsverkehr wurden acht deutsche Bankinstitute befragt, die zusammen 45 Prozent des gesamten Zahlungsverkehrsaufkommens im deutschen Bankensektor abwickeln.