Sollte der Newsletter nicht richtig angezeigt werden, klicken Sie bitte hier
 
 

BASEL III NEWSLETTER

 
 

04.2017

PPI Logo 
 
   
    
 

233 Milliarden Euro – diesen Betrag erhalten die interessierten europäischen Geldhäuser an Krediten von der Europäischen Zentralbank (EZB). Sie sind Teil des umfassenden Maßnahmenbündels, mit dem die EZB die Konjunktur ankurbeln will. Zu diesem Schluss kommen die Wirtschaftsweisen. Für dieses Jahr erwarten sie einen Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt von 1,4 Prozent. Zuletzt waren sie von 1,3 Prozent ausgegangen. Ob es ein gutes Ende im Ringen um die Basel-III-Regularien gibt, steht dagegen noch nicht fest. Ein strittiger Punkt zwischen den USA und Europa ist unter anderem die Frage, welche Kreditrisiken Banken mit internen Modellen berechnen dürfen und wie stark das ermittelte Ergebnis von dem eines vorgegebenen Standardmodells nach unten abweichen darf.

Die PPI AG bietet mit dem „Basel-III-Newsletter“ einen kostenlosen Informationsdienst, der monatlich die wichtigsten Neuigkeiten und aktuellen Entwicklungen zu dem Thema zusammenträgt. Der Informationsdienst liefert einen internationalen Überblick der wichtigsten Themen im Kontext von Basel III. Empfehlen Sie unseren Newsletter gerne weiter.


Unterschrift

Peter Hoffner
Mitglied der Geschäftsleitung der PPI AG

 
 
 
 
 

TOP THEMA:

Bundesbank-Vorstand: Basel III nur in Zusammenarbeit mit den USA

 
 

FOKUSTHEMA:

EZB teilt Banken 233 Milliarden Euro zu

 
 

STUDIEN:

Deutsche Wirtschaft bleibt auf Wachstumskurs

 
 

INSIGHT PPI:

MiFID II: Banken starten Endspurt nach einer Umsetzungspause

 
   
 
   
   
   
 

TOP THEMA

 
 

Bundesbank-Vorstand: Basel III nur in Zusammenarbeit mit den USA

Ohne die USA wird die geplante weltweite Reform der Kapitalregeln für Banken nicht umgesetzt werden – das hat Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret Mitte März in Frankfurt klargestellt. Eine einseitige Einführung der Basel-III-Regularien in Europa werde es nicht geben.

Die Ausarbeitung der Basel-III-Reformen zur Bankenregulierung zieht sich schon über einen längeren Zeitraum hin. Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump mit der Ankündigung, die strengen Regeln für heimische Banken wieder zu lockern, für Verunsicherung gesorgt. Die Befürchtung, die USA könnten das Interesse an einer international abgestimmten Bankenregulierung verlieren, stand im Raum. Eigentlich sollten die Reformen bereits im Januar beschlossen werden.

Laut Dombret gibt es aber noch offene Punkte. Unter anderem muss seiner Ansicht nach die Frage geklärt werden, wie stark der Einsatz interner Modelle beschränkt werden soll. Mit internen Modellen berechnen Großbanken, wie viel Eigenkapital sie für welche Geschäfte zur Seite legen müssen. Die USA wollen ihren Einsatz stark eingrenzen. Der Kapitalbedarf soll nur noch um einen bestimmten Prozentsatz unter dem Wert liegen, der sich nach dem Standardansatz ergebe. Um diesen sogenannten „Output Floor“ wird im Moment gerungen.

 
   
   
 

Zahl des Monats

100 Milliarden Euro – mit einer Inflation in dieser Größenordnung rechnet die Deutsche Bank in Bezug auf ihre Position aufgrund des gesamten Basel-Pakets.

 
   
   
   
 

FOKUSTHEMEN

 
 

EZB teilt Banken 233 Milliarden Euro zu

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat 233 Milliarden Euro an frischer Liquidität vergeben. Die neuen vierjährigen Darlehen werden am 24. März 2021 fällig. Experten hatten deutlich kleinere Langfrist-Darlehen für die Geldhäuser erwartet – durchschnittlich wurden laut einer Reuters-Umfrage mit 125 Milliarden Euro gerechnet. Vorerst soll es die letzte Geldsalve dieser Art sein.

 
   
   
 

Europäische Zentralbank bleibt bei Nullzinspolitik

Die Europäische Zentralbank hat ihre Leitzinsen erwartungsgemäß nicht angetastet. Der Schlüsselsatz für die Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld bleibt laut EZB bei 0,0 Prozent. Auf diesem Rekordtief liegt er bereits seit März 2016. Der Banken-Einlagesatz bleibt – ebenfalls unverändert – bei minus 0,4 Prozent.

 
   
   
 

Chef der Eurogruppe spricht sich für Integration der EBA in die EZB aus

Wegen des bevorstehenden Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union gibt es Überlegungen der EU die Finanzmarktaufsicht neu zu strukturieren. Nach Ansicht von Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem wäre es sinnvoll, wenn die Europäische Bankenaufsichtbehörde (EBA), die ihren Sitz bisher in London hat, mittelfristig in der EZB aufgeht.

 
   
   
 

May erklärt Austritt aus der EU – EZB will Banken großzügige Übergangsregelungen gewähren

Großbritanniens Premierministerin May hat am 29. März bei der Europäischen Union den Austritt ihres Landes eingereicht. Viele Banken planen aufgrund des Brexits neue Standorte innerhalb der EU. Laut EZB-Bankenaufsicht können Geldinstitute bei der Verlagerung von Geschäften in die Euro-Zone im Zuge des Brexits auf Erleichterungen bei den Lizenzanträgen hoffen.

 
   
   
 

Inflation in Deutschland auf Fünf-Jahreshoch

Die Inflationsrate in Deutschland hat zum ersten Mal seit Mitte 2012 eine Teuerungsrate von 2,2 Prozent erreicht. Die Teuerung liegt damit über der Zielmarke der Europäischen Zentralbank, die bei Werten von knapp unter zwei Prozent von stabilen Preisen spricht. Verbraucher mussten vor allem für Heizöl (plus 44 Prozent) und für das Tanken (plus 15,6 Prozent) tiefer in die Tasche greifen.

 
   
   
 

GESPROCHEN

„Wir für unseren Teil bleiben am Verhandlungstisch und sind zu jeder Zeit bereit, nach Gemeinsamkeiten zu suchen. Sollten die USA Basel III nicht einführen, werden wir in Europa die neuen Regeln sicherlich nicht einseitig einführen.“

Andreas Dombret, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank

 
   
   
   
 

STUDIEN

 
 

Deutsche Wirtschaft bleibt auf Wachstumskurs

Der Aufschwung in Deutschland wird weitergehen: Die Wirtschaftsweisen haben ihre Prognose für dieses Jahr leicht nach oben korrigiert – sie erwarten einen Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt von 1,4 Prozent. Zuletzt waren sie von 1,3 Prozent ausgegangen. Im kommenden Jahr rechnen sie mit einem Bruttoinlandsprodukt von 1,6 Prozent.

 
   
   
 

Luxemburger Banken geben knapp 460 Millionen Euro für Regulierungsmaßnahmen aus

Die Regulierung der Branche kostet Luxemburger Banken Millionen. Nach einer Studie der Bankenvereinigung ABBL und des Beratungshauses EY gaben die Institute 458 Millionen Euro im Jahr 2015 aus, um die unterschiedlichen Maßnahmen umzusetzen und anzuwenden. Damit sind diese Anpassungskosten seit der letzten Studie im Jahr 2013 um 20 Prozent gestiegen.

 
   
   
 

INSIGHT PPI

 
 

MiFID II: Banken starten Endspurt nach einer Umsetzungspause

Die Banken sollten zum jetzigen Zeitpunkt bei der Umsetzung der MIFID-II-Richtlinie zu 75% fertig sein – doch nur knapp die Hälfte (48 Prozent) ist tatsächlich erfüllt. Das hat die aktuelle Studie „MiFID II-Readiness – Stand der MiFID II- Umstellung in Banken“ der PPI AG ergeben. Allerdings gehen alle Institute davon aus, dass sie rechtzeitig zum Inkrafttreten der neuen Regelungen alle Bedingungen erfüllen werden.

 
   
   
 

Partnerschaft: PPI und Intercope bieten passgenaue Lösungen für Instant Payments

Die in Europa in ihrem Segment marktführenden Unternehmen PPI und Intercope begegnen den kommenden Herausforderungen des Instant Payments gemeinsam: Durch eine Kooperation ermöglichen sie Banken eine nahtlose Integration der EBICS-, SIANet- und SWIFT-Kommunikationskanäle für die Anbindung von Clearinghäusern, insbesondere von Instant Payments an die EBA CLEARING.

 
   
   
 

Zentrales Auslagerungsmanagement im Fokus der Bankenaufsicht für 2017

In der Veröffentlichung ihrer jährlichen Aufsichtsprioritäten hat die Europäische Zentralbank eine Inventur der ausgelagerten Aktivitäten angekündigt. Durch die Aufnahme neuer Anforderungen an Auslagerung und Steuerung werden nicht nur die als bedeutend eingestuften Institute, sondern alle Kreditinstitute vor neue Herausforderungen gestellt.