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Compliance, Geldwäsche, AML, KYC, Financial Crime, Terrorismusfinanzierung, Wirtschaftskriminalität, Automatisierung, Anti Fraud, RegTech, Data Quality, Datenqualität, Robotic Process Automation

Financial Crime

Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung im Finanzsektor / Überwachung von Sanktionen und Embargos

Wirksame Überwachungsmechanismen und -prozesse schieben sich mehr und mehr in den Fokus. Eine zunehmende Bedeutung und damit auch Handlungsbedarf ergibt sich durch die Mitte 2017 implementierten Anforderungen der Vierten EU-Geldwäscherichtlinie. Diese haben zu einer deutlichen Ausweitung des deutschen Geldwäschegesetzes (GwG) geführt. Nun steht bereits die fünfte EU-Geldwäscherichtlinie vor der Tür, die bis Anfang 2020 in nationales Recht umzusetzen ist. Die Richtlinie enthält insbesondere Neuerungen hinsichtlich der Finanzinnovationen wie Kryptowährungen. Außerdem werden bereits vorhandene Maßnahmen und Vorschriften verschärft.

 

Häufig wird Geldwäsche in einem Atemzug mit Terrorismusfinanzierung genannt. Dabei weisen beide Straftaten einige wichtige Unterschiede auf. So stammen die Mittel für die Terrorismusfinanzierung nicht notwendigerweise aus illegalen Finanzierungsquellen. Bei der Geldwäsche hingegen ist dies immer der Fall.

Neben der entschiedenen Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung spielt vor allem deren Prävention eine bedeutende Rolle. Naturgemäß stehen Geldwäschebeauftragte in den Finanzinstituten unter dem Druck von Haftungs- und Sanktionsrisiken, wie auch ein aktueller Beschluss des OLG Frankfurt zeigt. Zur Risikoerkennung und -minimierung ist die Schaffung und nachhaltige Sensibilisierung eines entsprechenden Bewusstseins ebenso unverzichtbar wie die Definition, Implementierung und Überwachung geeigneter (automatisierter) Maßnahmen. Diese Präventionsmaßnahmen sind ständig an neue regulatorische Vorschriften sowie an die immer raffinierter werdenden und sich ständig ändernden Methoden der Täter anzupassen (bspw. müssen durch die explizite Aufnahme von „virtuellen Währungen“ in das KWG und GwG diese zukünftig in die Analyse- und Erkennungsmethoden sowie die Prozesse der Finanzinstitute integriert werden).

 

  • Das Kryptoverwahrgeschäft wird zur Finanzdienstleistung im KWG (Kreditwesengesetz). Deren Anbieter (z. B. Börsen und Umtauschplattformen) werden in den Kreis der Verpflichteten des GwG aufgenommen.
  • Die verstärkten Sorgfaltspflichten erhöhen sich in Bezug auf Hochrisikoländer. Unter anderem wird ein fester Katalog von Maßnahmen in Bezug auf die Reichweite und die Ausgestaltung bei Begründungen von Geschäftsbeziehungen und Transaktionen vorgegeben. 
  • Der Personenkreis der „politisch exponierten Personen“ (PEPs) wird konkretisiert: Auf Basis einer von jedem Mitgliedsstaat eingereichten Liste der durch den PEP-Begriff umfassten konkreten Funktionen erstellt die EU-Kommission eine gemeinsame Liste. Damit soll grenzüberschreitend die Transparenz erleichtert werden, welche Funktionen in dem jeweiligen Land unter den PEP-Begriff fallen.
  • Die freie Zugänglichkeit des Transparenzregisters für „Mitglieder der Öffentlichkeit“ ersetzt die bisherige Darlegung eines berechtigten Interesses zur Einsichtnahme.
  • Es sind neue Prozesse zur Meldung von Unstimmigkeiten zwischen eigenen Erkenntnissen zu wirtschaftlich Berechtigten und den Angaben im Transparenzregister zu schaffen. Die Neuerung soll zur Steigerung der Datenqualität dienen.

Unsere Leistungen im Überblick

PPI beobachtet und analysiert die sich kontinuierlich ändernden Rahmenbedingungen, um mögliche Auswirkungen auf Finanzinstitute frühzeitig und umfassend zu identifizieren.

PPI unterstützt Sie in allen Bereichen bei der Erarbeitung eines geeigneten Vorgehens zur Umsetzung der regulatorischen Pflichten: von der GAP-Analyse bis hin zum Review der getroffenen Maßnahmen. Dabei geht es insbesondere darum, sämtliche Anforderungen aufzunehmen, die GAPs zu identifizieren und im Anschluss die notwendigen Änderungen der betroffenen Prozesse und IT-Systeme festzulegen und zu implementieren. Gemeinsam mit Ihnen analysieren wir bestehende Transaktionsüberwachungssysteme (bis hin zu Parametereinstellungen existierender IT-Systeme für das automatisierte Monitoring) sowie implementierte KYC-Maßnahmen.

Darüber hinaus stehen wir Ihnen auch bei späteren Umsetzungsschritten zur Seite. Unsere Mitarbeiter verfügen über mehrjährige Expertise in der Umsetzung der geldwäscherechtlichen Vorgaben sowie über ein sehr gutes Netzwerk zu den führenden Softwareherstellern.

Unsere Themen im Überblick

Christian Appel

Ihr Ansprechpartner

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Christian.Appel(at)ppi.de

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