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Regulatorik Zahlungsverkehr

Regulatorische Vorhaben

Regulatorische Anforderungen im ständigen Wandel

Richtlinien, Gesetze und Verordnungen spielen eine entscheidende Rolle im Zahlungsverkehr. Sie vereinheitlichen die rechtlichen Rahmenbedingungen, fördern einen fairen Wettbewerb, schaffen Transparenz für alle Beteiligten und unterstützen die Umsetzung politischer und wirtschaftlicher Ziele, wie die Förderung von Innovationen oder die Vereinheitlichung von Märkten.

Die Vielzahl an Vorschriften nimmt stetig zu. Aufgrund der technischen und geschäftlichen Entwicklungen werden die Vorschriften kontinuierlich angepasst, erweitert oder überarbeitet.

Aktuell sind folgende Regelwerke im Zahlungsverkehr relevant:

  • Die EU-Richtlinie über Zahlungsdienste im Binnenmarkt (PSD), in Deutschland umgesetzt durch das Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG) und im BGB, regelt den rechtlichen Rahmen eines einheitlichen europäischen Zahlungsverkehrsraums. Diese Richtlinie wird 2018 durch die überarbeitete Zahlungsdiensterichtlinie (PSD II) abgelöst.
    Die PSD II reguliert erstmals die sogenannten Dritten Zahlungsdienstleister, erweitert den bisherigen Anwendungsbereich, führt umfangreiche neue Sicherheitsanforderungen ein und reguliert die Aufsicht durch die European Banking Authority (EBA). Diese Richtlinie wurde am 23.12.2015 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht und muss bis zum 12.01.2018 in nationales Recht umgesetzt werden.
  • Verordnung über Interbanken-Entgelte (MIF-Verordnung) für kartenbasierte Zahlungsvorgänge: Interbanken-Entgelte sind für Debitkarten-Zahlungen auf 0,2 % und für Kreditkarten-Zahlungen auf 0,3 % begrenzt. Ausnahmen gelten für Abhebungen an Geldautomaten, Commercial Cards und 3-Parteien-Systeme.
  • Die erste und zweite EU-Richtlinie über die Endgültigkeit von Zahlungen regeln die Verbindlichkeit von Zahlungen in allen EU-Mitgliedsstaaten. In Deutschland sind die Richtlinien mit dem Gesetz zur Umsetzung der geänderten Bankenrichtlinie und der geänderten Kapitaladäquanz-Richtlinie umgesetzt.
  • Die EU-Richtlinie über die Aufnahme, Ausübung und Beaufsichtigung der Tätigkeit von E-Geld-Instituten ist in Deutschland umgesetzt im Gesetz zur Umsetzung der E-Geld-Richtlinie.
  • Die SEPA-Verordnung definiert Anforderungen an Überweisungen und Lastschriften sowie den zeitlichen Rahmen der Umsetzung.
  • Die Verordnung zu grenzüberschreitenden Zahlungen regelt, dass die Kosten für grenzüberschreitende Zahlungen in Euro nicht die Kosten einer inländischen Zahlung übersteigen dürfen. Die Verordnung gilt für Überweisungen und Lastschriften.
  • Die Bankkontenpaket-Richtlinie regelt den Zugang zu Bankkonten und räumt jedem Verbraucher das Recht ein, grundlegende Funktionen eines Basiskontos zu nutzen. Zudem wird die Kundenmobilität bei Bankkonten gesetzlich reguliert und Gebühren werden vergleichbar gemacht.
  • Die novellierte Geldtransferverordnung stärkt die Pflichten zwischengeschalteter Institute.
  • Die vierte Geldwäsche-Richtlinie sowie der Vorschlag zur Änderung der vierten Geldwäsche-Richtlinie zur Verhinderung der Nutzung des Finanzsystems zum Zwecke der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung.

Ein Blick in die Zukunft

EU-Richtlinien und Verordnungen enthalten definierte Überprüfungsklauseln. Diese schreiben einen Zeitpunkt vor, zu dem die europäische Kommission einen Bericht über Anwendung und Auswirkung der jeweiligen Richtlinie vorlegt. Änderungen der entsprechenden Richtlinien und Verordnungen können die Folge sein.

Folgende Überprüfungszeiträume sind benannt:

  • Zahlungsdiensterichtlinie II: 12. Januar 2021
  • Verordnung über Interbanken-Entgelte (MIF-Verordnung): 09. Juni 2019
  • Bankkontenpaket-Richtlinie: 18. September 2019
  • SEPA-Verordnung: 01. Februar 2017

Unsere Leistungen

PPI verfügt über umfangreiche Referenzen und Projekterfahrungen in regulatorischen Fragen des Zahlungsverkehrs. Wir identifizieren mit Ihnen die Auswirkungen des jeweiligen Regelwerks und setzen die entsprechenden Anforderungen mit Ihnen um.

Regulierung ist mehr als Pflicht. Wir unterstützen Sie auch in der Kür. Sehen Sie Regulierung als Chance und nutzen Sie diese für Ihren Fortschritt.

  • Unsere regulatorischen Quick Checks liefern schnell und präzise wertvolle Erkenntnisse für den Umfang der anstehenden Änderungen.
  • Unsere Navigatoren© macht umfassend und schnell betroffene Akteure und Adressaten erkennbar und identifizieren die erforderlichen Änderungen.
  • Workshops zu individuellen Themen vertiefen einzelne Aspekte der Regulierung, z. B. geschäftspolitische Chancen.
  • Unsere Vorstudien liefern konkrete und verwertbare Ergebnisse für die Umsetzung.
  • In der Umsetzung schätzen unsere Kunden unsere unkomplizierte Arbeitsweise, unsere hohe Qualität sowie unsere absolute Termin- und Budgetreue.

 

Swaantje Anneke Haß

Ihr Ansprechpartner

Swaantje Anneke Haß
Senior Consultant

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